Das Gefangendilemma

„Was das sind alle?“ war mein erster Gedanke, als in Hamburg Bergedorf auf der Mercadiade ankam. Ich war die letzten Jahre schon häufiger zu dem zweittägigen Tunier gefahren, immer zum Legacyspielen, immer mit Spaß dabei. Ich mochte die faire und entspannte Atmosphäre im Kreis von rund 100 Gleichgesinnten. Moment 100 Gleichgesinnte? Letztes Mal waren es nur 80, fiel mir ein. Und schlagartig schossen mir die klassischen Panikschlagzeilen durch den Kopf: „Legacy stirbt“ „Das Format ist zu teuer“ „Denk an Vintage, das spielt auch keiner mehr.“.

Ursachenforschung
Ich versuchte während der sechs Runden (in Zahlen – 6) ein paar Ursachen zu finden und bekam folgende Antworten:

• Examenszeit bei den Studenten

• Zu kalt, zu früh, zu dunkel

• Terminkollision mit einem Modern GPT in Hamburg

• Schlechter Preispayout oder besser: Bei fünf Euro Startgeld kommt eh nichts zusammen

• Letztes Mal waren auch schon so wenig Teilnehmer, dass lohnt sich kaum dahin.

Alles richtig. Am Ende ist jeder Grund individuell und es gibt bestimmt noch viele andere. Aber Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich, sagte meine Mama immer. Im Ergebnis glaube ich, dass es an den letzen beiden Gründen liegt.

Das Dilemma
Warum die Überschrift? Das Gefangenendilemma beschreibt eine Situation, in der zwei Einbrecher gefasst werden und getrennt voneinander von der Polizei verhört werden und keine Möglichkeit haben sich abzusprechen. Beiden droht eine Strafe von –na sagen wir mal-sechs Jahren nach § 243 Abs. I Nr. 1 StGB. Verrät keiner den anderen, werden sie straffrei rauszugehen. Verrät nur der eine den anderen, werden die sechs Jahre für den Verräter auf zwei Jahre wegen kooperativen Verhaltens gesenkt. Das Opfer des Verrats bekommt weiterhin sechs Jahre. Verraten beide jeweils den anderen, dann wird die Strafe für alle nur leicht auf vier Jahre gesenkt.

Ok soweit so gut, was hat das jetzt mit Legacy zu tun? Es geht um die Beschreibung einer Situation, in der die Chancen hoch sind, dass der eine den anderen verrät und so sich beide in die Scheiße reiten. (Ganz nebenbei ist es ein klassisches Beispiel der Spieltheorie). Warum ist das so? Diese Situation entsteht, weil sich beide Einbrecher nicht absprechen können und so ständig mit der Frage leben müssen, werde ich verraten oder bin ich lieber Verräter. Übertragen auf die schwindende Teilnehmerzahl folgt daraus, dass wenn im ersten Jahr weniger zu dem Turnier kommen, sich die anderen überlegen werden: „Letztes Mal waren schon so wenig da, da bleibe ich besser auch zu Hause, bevor ich der Dumme bin und da alleine stehe.“ diese Abwärtsspirale setzt sich fort und am Ende kommt keiner mehr.

Durchbrochen werden kann diese Situation durch Absprachen und bessere Kommunikation und Zuverlässigkeit. Ich habe den Eindruck, dass je mehr Werbung auf den einschlägigen Webseiten gemacht wird, desto mehr Teilnehmer finden sich. Wenn jetzt auch offen ersichtlich ist, welche verbindlichen Zusagen es gibt (Betonung auf verbindlich und nicht das übliche „mal schauen“, „eigentlich ja“ und das klassische „vielleicht eventuell“). Gute Erfolge hatte m.E. dabei die Bannerwerbung auf MKM und der Verkauf von Tickets dort. So war für jeden Transparenz dort geschaffen, wo man eh häufiger vorbeischaut. Jeder wusste wie viele Personen kommen und was mich erwartet. Gleiche Möglichkeiten gibt es auch auf anderen Webseiten oder Foren. Dabei sind farbige Banner besser als Threads, durch die man sich durchklicken muss. Die Anzeigen auf der Mercadia Homepage war ok, aber insgesamt etwas verschachtelt. Ich fragte mich wirklich, ob das Turnier jetzt stattfindet oder ganz am Ende des Threads noch abgesagt wird.

Preise
Wichtig sind gute Preispayouts. Ruhm und Ehre erreiche ich auch am Küchentisch. Wenn ich Geld (Fahrtkosten) und Zeit (5:40 Uhr Aufstehen Samstags morgens) investiere, möchte ich auch eine Geschichte erzählen am Ende. Eine Geschichte mit epischen Siegen und einem spektakulären Preis, den ich errungen habe. Die Phantasie braucht ein Objekt der Begierde. Schau ich mir den Bazar of Moxen in Annecy an und sehe dort die Preise, bestehend aus den teuersten und legendärsten Karten der 20-jährigen Geschichte von Magic, läuft es mit feucht am Bein runter bei der Vorstellung zu siegen und das alles mein zu nennen. Dabei ist nicht der finanzielle Aspekt das entscheidende, wichtig ist die Trophähe, der Skalp meiner Opfer, das goldene Vlies oder der Schatz am Grunde des Rheins. Heldentaten brauchen solche Schätze. Der dritte Platz und ein Fatpack DKA letztes Jahr (moi) oder 12 Booster GTA für den zweiten Platz dieses Jahr (mein Mitfahrer) sind kaum Geschichte wert. Für bessere Preise bin ich gerne bereit mehr zu zahlen. Denn, wenn das 1000 Euro Deck schon Auslauf bekommt, darf das Startgeld auch gerne etwas mehr betragen. Gut ist es, wenn die Preise vorher feststehen und nicht immer eine Enttäuschung der Erwartungen sind.

Fazit
Mehr Transparenz bei der Teilnehmerzahl, bessere Werbung und bessere Preise würden den Teilnehmerkreis wieder vergrößern. Ich weiß, dass das ein weitgehend privates Turnier ist und meine Eingaben sind mehr als Anregung, denn als Kritik gemeint. Aber ich würde im Sommer- Herbst gerne wieder mehr Gleichgesinnte im Lichtwarkhaus treffen.

Btw FIFDLAR

Was macht eigentlich dieses verückte Phasing?

Oh my god, ich will das auch spielen. Mein Versuch mit dem 12/12 am Wochende lief eher nicht so gut. Aber vielleicht brauch man zusätzlich noch mehr 5/5 die fliegen für BB. Ich hab es mit der roten Version versucht und hab dreimal verloren und dreimal gewonnen. War semi gut. Hier die semi gute Liste. Links könnt Ihr euch selber denken.

Highlight des Tages: Mono White Stax Manascrewed mit Wasteland

4 Wasteland
3 Mishra’s Factory
4 Volcanic Island
4 Scalding Tarn
2 Misty Rainforest ähh Flooded Strands gab auch nen Game Loss für falsche Fetchland in der Liste
2 Island
4 Delver of Secrets
4 Phyrexian Dreadnought
4 Grim Lavamancer
4 Brainstorm
3 Daze
1 Spell Snare
1 Ponder
4 Stifle
4 Lightning Bolt
3 Force of Will
3 Standstill
2 Misdirection
2 Spell Pierce
1 Torpor Orb
1 Vision Charm

SB: 3 Rough/Tumble
SB: 1 Mind Harness
SB: 2 Submerge
SB: 1 Divert
SB: 1 Echoing Truth
SB: 2 Pyroblast
SB: 1 Relic of Progenitus
SB: 1 Grafdiggers Cage
SB: 1 Tormod’s Crypt
SB: 1 Force of Will
SB: 1 Flusterstorm

Hier das Spiel des erfolgreichererern Spielers am selben Wochende ganz woanders. Göttlich die Diskussion über den Visions Charm ab der zweiten Minute und das Gesicht des Gegners.

Achja Phasing

From the Comprehensive Rules:
702.24. Phasing
702.24a Phasing is a static ability that modifies the rules of the untap step. During each player’s untap step, before the active player untaps his or her permanents, all phased-in permanents with phasing that player controls “phase out.” Simultaneously, all phased-out permanents that had phased out under that player’s control “phase in.”.
702.24b If a permanent phases out, its status changes to “phased out.” Except for rules and effects that specifically mention phased-out permanents, a phased-out permanent is treated as though it does not exist. It can’t affect or be affected by anything else in the game.
Example: You control three creatures, one of which is phased out. You cast a spell that says “Draw a card for each creature you control.” You draw two cards.
Example: You control a phased-out creature. You cast a spell that says “Destroy all creatures.” The phased-out creature is not destroyed.
702.24c If a permanent phases in, its status changes to “phased in.” The game once again treats it as though it exists.
702.24d The phasing event doesn’t actually cause a permanent to change zones or control, even though it’s treated as though it’s not on the battlefield and not under its controller’s control while it’s phased out. Zone-change triggers don’t trigger when a permanent phases in or out. Counters remain on a permanent while it’s phased out. Effects that check a phased-in permanent’s history won’t treat the phasing event as having caused the permanent to leave or enter the battlefield or its controller’s control.
702.24e Continuous effects that affect a phased-out permanent may expire while that permanent is phased out. If so, they will no longer affect that permanent once it’s phased in. In particular, effects with “for as long as” durations that track that permanent (see rule 611.2b) end when that permanent phases out because they can no longer see it.
702.24f When a permanent phases out, any Auras, Equipment, or Fortifications attached to that permanent phase out at the same time. This alternate way of phasing out is known as phasing out “indirectly.” An Aura, Equipment, or Fortification that phased out indirectly won’t phase in by itself, but instead phases in along with the permanent it’s attached to.
702.24g If an object would simultaneously phase out directly and indirectly, it just phases out indirectly.
702.24h An Aura, Equipment, or Fortification that phased out directly will phase in attached to the object or player it was attached to when it phased out, if that object is still in the same zone or that player is still in the game. If not, that Aura, Equipment, or Fortification phases in unattached. State-based actions apply as appropriate. (See rules 704.5n and 704.5p.)
702.24i Abilities that trigger when a permanent becomes attached or unattached from an object or player don’t trigger when that permanent phases in or out.
702.24j Phased-out permanents owned by a player who leaves the game also leave the game. This doesn’t trigger zone-change triggers. See rule 800.4.
702.24k Phased-out tokens cease to exist as a state-based action. See rule 704.5d.
702.24m If an effect causes a player to skip his or her untap step, the phasing event simply doesn’t occur that turn.
702.24n Multiple instances of phasing on the same permanent are redundant.

Das war anstrengend, wa …. das war 1996 Baby, als Magic noch Skill brauchte…oder so.

Und obwohl Vision Charm und Dreadnought zur selben Zeit im selben Block waren, spielte die Combo damals niemand. Warum? Das ging mit den Trigger Regeln nicht.
1996 spielte ich das hier übrigens rauf und runter in meinem CD-Player (diese silbernen flachen Scheiben)

For free

Ich hab heute mal die Sammlung durchgeschaut, alte Pennysleeves weggeworfen und noch ein zwei Karten bei MKM reingesetzt. War eh zu kalt um rauszugehen, spätestens als die Sonne weg war, gab es keinen Grund mehr die Wohnug zu verlassen.

Beim Sortieren fiel mir eine Handvoll Tokens in die Hand. So ergriff ich die Gelegenheit beim Schopfe und eine Idee auf, die mir bei Mtgsalvation unterkam. Whiteboardmarker für Token. Ich suchte noch ein paar Hüllen mit weißem Rücken zusammen und fertig. Eigentlich braucht man ja zwölf wegen getapped und ungetapped, aber sechs sind schon Mal ein Anfang.

Aber seht selbst

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Achso Video gibts auch noch von den gigantischen Metronomy, bei denen ich nie ganz genau weiß, ob man das “Me” oder das “tron” betont.

Die Baby

Da kam doch letztens echt der Moment, als ich alles Karten beisammen hatte, was ich haben wollte (was ja auch eher ein eher kurzer Moment war), sich auf MKM ein kleines Guthaben angesammelt hatte und ich so dachte so ein paar neue Würfel wären schön. Chessex? Game Science Präzisionswürfel, Koplow D5? Meteoriten- oder Stahlwürfel?

Die Antwort

Custom Dice aus UK

Roll that stone mit der großartigen live Aufnahme der Phoneheads mit den Düsseldorfern Symphonikern

Ein Bericht, Ein Bericht

 

Ich entschied mich anders als letzte Woche angekündigt. Statt Wastelands spielte ich doch Punishing Fire und Grove of the Burnwillows. Eine unverlinkte Deckliste findet Ihr unten. Ob das gut oder schlecht war vermag ich gar nicht so ganz genau zu sagen. Fest steht Punishing Fire hilft manchmal, aber dass man im Endgame die Engine komplett am Laufen hat ist eher selten. Meistens bekommt man ein zusätzliches Removal. Gegen Goblins, Mirrormatch oder gegen Junk ist es Gold wert, aber es gewinnt alleine auch keine Spiele. Was das Deck tatsächlich braucht, ist eine Form von Filter. Zum Beispiel in Form von Sylvan Library oder einem Sensei´s Divining Top, ansonsten zieht man das, was man just in der Situation nicht braucht. Aber dazu gleich mehr.

MainDeck (61)

Creatures
2 Scavenging Ooze
4 Dark Confidant
4 Deathrite Shaman
4 Tarmogoyf
3 Bloodbraid Elf

Spells
3 Liliana of the Veil
1 Maelstrom Pulse

3 Thoughtseize
3 Hymn to Tourach

3 Abrupt Decay
3 Lightning Bolt
3 Punishing Fire

1 Sensei’s Divining Top
1 Sylvan Library

Lands
1 Volrath´s Stronghold
1 Taiga
2 Bayou
3 Badlands
3 Verdant Catacombs
3 Wooded Foothills
3 Bloodstained Mire
1 Mountain
1 Swamp
1 Forest
4 Grove of the Burnwillows

2 Surgical Extraction
3 Red Elemental Blast
1 Krosan Grip
1 Ancient Grudge
3 Duress
1 Pernicious Deed
1 Volcanic Fallout
1 Umezawa’s Jitte
1 Terminate
1 Jund Charm

Runde 1 gegen Marc mit TES

Kurz und knapp. Ich verliere zweimal Runde 1 on the Draw und on the Play.

Sideboard:
Rein: 3 Duress 3 Red Elemental Blast 2 Surgical Extraction
Raus: 3 Punishing Fire, 2 Bloodbraid Elf, 3 Abrupt Decay

Wir haben danach noch 2 Runden gegen UW Miracles getestet. Das gewinne ich übrigens sehr gut. GRRRR

Runde 2 gegen Robert mit Dredge

In der ersten Partie bekommt er schnell genug Dredger über Breakthrough ins Graveyard und ich kann zusammenschieben.

Partie zwei gewinne ich mit zu wenig Mana dank zweier Deathrite Shaman und einem Scavenging Ooze. Lange Zeit hatte ich nur eine Taiga und einen Swamp. Ich kann aber konsequent seine Dredger und seinen Ichorid rausnehmen. Als der Ooze anfängt anzugreifen kann mein Gegner zusammenschieben. Ich halte in der dritten Partie eine Hand mit Surgical Extraction und Sensei´s Divining Top und der schlechte Start des Gegners lässt mir Zeit einen Deathrite Shaman zu finden. Seine Bridge from Below konnte ich mit der Surgical Extraction entfernen Das genügt auch, bis er irgendwann einen Golgari Gravetroll und noch einen Stimweed Imp über ein Faithless Looting in den Friedhof bekommt. Ich finde im Topf Bloodbraid Elf und einen Jund Charm, in den ich gerne reincascade. Mein Gegner schaut interessiert die Karte an, fragt noch welchen Modus ich wähle und als ich sage: “Nein, nicht zwei Schaden, ich remove den Friedhof”, schiebt er zusammen.

Sideboard
Rein: 2 Surgical Extraction, 1 Jund Charm, 3 Red Elemant Blast,
Raus: 3 Thoughtseize 3 Hymnn to Tourach

Runde 3 gegen Henning mit Junk

Ich gewinne beide Spiele schnell und schmerzlos. Der Ooze ist sehr gut und sorgt für Leben und ist schnell größer als ein Tarmogoyf.Im zweiten Spiel, gewinne ich über eine Deed, die seinen Bob und seine Jitte abräumt mit einem Tarmogoyf, für den er keine Antworten findet.

Sideboard
Rein: 1 Umezawa´s Jitte, 1 Volcanic Fallout, 1 Ancient Grudge, 1 Krosan Grip
Raus: 3 Thoughtseize 1 Hymn to Tourach

Runde 4 gegen Martin mit RUG

Hier überschätze ich meine Chancen. Partie 1 gewinne ich mit einem 4/4 Ooze, der schneller ist als sein 2/2 Ooze. Der entscheidende Fehler in Partie zwei war es den geflippten Delver of Secrets nicht sofort und endgültig mit einem Abrupt Decay zu entsorgen. Stattdessen sparte ich mir dies auf. Ich versuche es erst anders. Erst mit einem Punishing Fire dann einem Red Elemental Blast und scheitere natürlich an seinen Counterspells und hatte so sechs Schadenspunkte hinnehmen müssen. In Partie drei verliere ich dann auch noch, trotz seines Mulligans auf Fünf. Warum?

  • Erster Fehler: Sideboarding. Ich verzichte auf eine Pernicious Deed aus Angst, ein weiteres Stifle Target zu haben oder nicht auf drei Mana zu kommen. Stattdessen spiele ich Volcanic Fallout. Insgesamt hätte ich den gesamten Discard rausboarden sollen.
  • Zweiter Fehler: Ich habe hier bewusst einen Sensei´s Divining Top in sein Daze gespielt und wurde mit Ländern, Ländern und noch mehr Ländern bestraft. Sein Nimble Mongoose und sein Tarmogoyf tragen ihn dank Submerge zum Sieg. Ich ägere mich maßlos über mich, mein Deck und den Rest der Welt.

Sideboard:
Rein: 3 REB, 1 Jitte, 1 Volcanic Fallout, 1 Jund Charm
Raus: 1Thoughtseize, 2 Bloodbraid Elf, 3 Hymn,

Runde 4 gegen Eike mit BUG

Beide Spiele gewinne ich. Auch dank Bloodbraid Elf. Er weigert sich aber auch mitzuspielen und zieht stattdessen lieber Länder.

Sideboard
Rein: 1 Terminate, 2 REB
Raus: 2 Hymn und 1 Whatever?

Zusammenfassung:
Volrath Stronghold ist ein klassisches Win-More und nicht nötig.
• Der Ooze im Maindeck ist sehr gut.
• RUG sollte man nicht unterschätzen.
• Punishing Fire ist bestimmt das nächstes Mal total super, wenn ich es nicht spiele.
• Das Deck und ich sind noch ausbaufähig.

So hier Musik: Der viel zu jung von uns gegangene Jay Reatard.

Neues Deck, neues Glück?

Ich versuche im Moment von meiner Besessenheit für blaue Decks herunterzukommen. Ich weiß nicht mal genau, wann ich etwas ohne Force of Will, Daze oder Brainstorm gespielt habe. Ich glaube RWG Sligh mit Steppe Lynx und Goblin Guide war das letzte Mal, dass ich vor anderthalb Jahren ein nicht blaues Deck gespielt habe. Der Erfolg war mäßig. Mittlerweile haben Wizards ein paar Karten freigelassen, die so gut sind, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, die Farben zu wechseln. Es sind Abrupt Decay und Deathrite Shaman. Jetzt schon zwei Klassiker. Vom Power-Level so gut, dass man mal ohne Brainstorm spielen könnte.

Der Shaman gibt nicht nur Mana in der richtigen Farbe, er macht auch locker nochmal vier bis sechs Schadenspunkte, er rettet einem den Hintern gegen Burn und ist schon Maindeck eine Antwort auf wiederkehrende Zombies und Reanimator. Jetzt muss nur noch die dritte Farbe gefunden werden. Hier bieten sich Weiß oder Rot an. Weiß hat das beste jemals gedruckte Removal mit Swords to Plowshares und mit Stoneforge Mystic, Knight of the Reliquary, Lingering Souls oder meinem Liebling im Moment, dem Mirran Crusader ein paar eindrucksvolle Karten im Angebot. Auf der anderen Seite ist Rot. Mit Lightning Bolt, der zusätzlich Reach gibt oder den Sideoardoptionen in Form von Red Elemental Blast und Ancient Grudge. Den Ausschlag gab aber diese Karte: Bloodbraid Elf.

Cascade ist unheimlich stark. Der Shardless Agent hat mir gezeigt, welche Möglichkeiten die Mechanik hat. Der Elf ist noch ein bisschen besser, zum einen kostet er vier Mana, und ist außerhalb der Reichweite des gegnerischen Abrupt Decay, zum anderen hat er Haste und nimmt es so mit gegnerischen Planeswalkern auf. Da man Blau hinter sich gelassen hat, ist jeder Spruch, den man findet mit Value besetzt. Ausnahmen inbegriffen, eine zweite Liliana of the Veil will man nicht. Aber kein Cascade into Cantrips mehr, die man eigentlich noch nicht spielen wollte und kein Cascade into Counterspells mehr zum falschen Zeitpunkt.

Ich hab mich daher für Jund entschieden.

Copyright Wizards of the Coast

Das Deck arbeitet nach dem Prinzip, jede Karte die ich spiele, soll besser sein, als die Karte die Du spielst. Dabei kann die Anfälligkeit gegen Combo-Decks nicht geleugnet werden. Hier sorgen Hymn to Tourach und Thoughtseize dafür, dass man wenigstens eine kleine Chance hat. Da man sowieso schon schwarz spielt kann man auch noch Bob ähh Dark Confidant spielen und Liliana of the Veil entsorgt zum einen gegnerische Kreaturen, die außerhalb der Reichtweite von Lightning Bolt oder Abrupt Decay sind (Tombstalker anyone?). Zum anderen wird der Griff um die gegnerische Hand noch ein wenig fester. Ich schwanke noch hin und her, ob man Punishing Fire und Groove of the Burnwillows spielen sollte oder doch lieber Wastelands. Die Fire glänzen in einem Meta mit vielen Kreaturen, wobei allerdings Goblins etwas zu schnell sind und Merfolks schnell zu groß werden, als dass Punishing Fire die perfekte Antwort ist. Gegen Maverick, Affinity und Stoneblade kann die Karte glänzen. Auch Control-Matchups werden durch den Kartenvorteil aufgewertet. Wasteland hat den Vorteil, den Gegner noch von einem anderen Winkel aus unter Druck setzen zu können und gerade auch im Combo Matchup Zeit zu gewinnen. Alledings sollten nicht leichtfertig Länder abgetauscht werden. Jund ist eher ein Midrange Deck und braucht seine Länder. Ich werde Grim Lavamancer mal testen. Sicher der nimmt genau wie der Deathrite Shaman Sachen aus dem Graveyard und verkleinert die Tarmogoyfs. Ich hoffe aber im gegnerischen Friedhof noch genug zu finden.

Hier die aktuelle Liste

4 Dark Confidant
4 Bloodbraid Elf
4 Deathrite Shaman
2 Grim Lavamancer
4 Tarmogoyf

3 Hymn to Tourach
3 Thoughtseize
1 Inquisition of Kozilek

4 Lightning Bolt
3 Abrupt Decay
1 Maelstrom Pulse

1 Sylvan Library
3 Liliana of the Veil

4 Wasteland
2 Bayou
3 Badlands
1 Taiga
1 Forest
1 Mountain
1 Swamp
3 Bloodstainesd Mire
4 Wooded Foothills
3 Verdant Catacombs

Sideboard
1 Chains of Mephistopholes
2 Red Elemental Blast
1 Pyroblast
3 Engineered Plague
2 Duress
2 Krosan Grip
2 Pernicious Deed
2 Surgical Extraction

Hier noch ein paar Takte für euch:

Nerd meets Hipster

In meinem Lieblingshipstermagazin, dass sich ansonsten gerne mit Bürgerkriegsgebieten, Badesalzdrogen und Gaystapo-Parties befasst, diesmal ein Artikel zu Magic und Frauen. Wie immer auf die typisch rotzige Art. Kann man mögen, muss man aber nicht.

http://www.vice.com/de/read/stuff-nerd-meets-vice-sind-magic-nerds-sexisten

ÄH…DH Stuff

So Commanders Arsenal ist voll präsentiert…

Mein Store meinte heute er bekommt vier Boxen. Am Besten die gibts als Preis meinte ich und der Chef vom Dienst sah das auch so. Wem will man die verkaufen, wen ablehnen?

Kurz zu der Auswahl:

Karn in foil zum Dritten Mal, jetzt auch in Oversized

Duplicant mit neuem Artwork. Ich finde den alten ja besser, aber das ist jedem freigestellt.

Chaos Warp. Spiele ich persönlich sehr gerne.

Scroll Rack ist ein noch größer Time Waster als Topf ähhh der Sensei´s Divining Top meiner Meinung nach. “Hmmm welche den zurück und in welcher Reihenfolge…hmmmm”

Das neue Artwork vom Command Tower finde ich gut. Werd ich mir mal live ansehen.

Foil Rhystic Study ist cool. Angeblich nervt die Frage: “Für einen mehr?”

Wo ist eigentlich das Foil Phelddagrif. Das hätte die Welt gebraucht. Das Original natürlich,

Über den Rest mach ich mir ein andern mal Gedanken. Vielleicht auch nicht. Eigentlich will ich nur den Lifecounter…

Quelle

In Command of Commander's Arsenal : Daily MTG : Magic: The Gathering.

Strange Reprints

Da bringt Wizards auf einmal zwei Sonder-Sonder-Sondereditionen und reprinted Karten, die ich nicht verstehe.

Zum einen wird Tarmogoyf reprinted, der seine beste Zeit gesehen hat. Das ganze für Modern.

Ich hoffe der Goyf wird so insgesamt billiger und mehr Leute spielen Legacy.

Zum anderen Loyal Retainers in einer Commanderbox für 75 Dollar, die bestimmt nicht unter 75 Euro weggeht.

Retainer im Commander? Da spiel ich doch Karmic Guide oder sowas…

Quelle

Ich bin verwirrt.

via goyf.de

Into Something

Into something… ein Tunierbericht

Große Erfolge bedürfen großer Entscheidungen. Eine Entscheidung, wie ein Deck zu spielen, das man nicht immer genau kontrollieren kann, das es aber gut mit einem meint. Ein solches Deck ist das hier:

BUG Cascade

Cascade wegen des Shardless Agent, der über den Cascade Trigger Kartenvorteil auslöst.

Each time you play a spell with cascade, you’ll get a free bonus spell from your deck . . . but you don’t know what it’ll be!

702.82. Cascade

702.82a. Cascade is a triggered ability that functions only while the spell with cascade is on the stack. „Cascade“ means „When you cast this spell, exile cards from the top of your library until you exile a nonland card whose converted mana cost is less than this spell’s converted mana cost. You may cast that card without paying its mana cost. Then put all cards exiled this way that weren’t cast on the bottom of your library in a random order.“

Dabei ist eins der Ziele Ancestrals Vision, die dann für Null sofort gespielt werden können. Suspendet werden müssen die nur von der Hand. Ancestrals Recall lässt grüßen.

702.60. Suspend

702.60a Suspend is a keyword that represents three abilities. The first is a static ability that functions while the card with suspend is in a player’s hand. The second and third are triggered abilities that function in the exile zone. “Suspend N—[cost]” means “If you could begin to cast this card by putting it onto the stack from your hand, you may pay [cost] and exile it with N time counters on it. This action doesn’t use the stack,” and “At the beginning of your upkeep, if this card is suspended, remove a time counter from it,” and “When the last time counter is removed from this card, if it’s exiled, play it without paying its mana cost if able. If you can’t, it remains exiled. If you cast a creature spell this way, it gains haste until you lose control of the spell or the permanent it becomes.”

02.60b A card is “suspended” if it’s in the exile zone, has suspend, and has a time counter on it.

702.60c Casting a spell as an effect of its suspend ability follows the rules for paying alternative costs in rules 601.2b and 601.2e–g.

Das schlechteste, was ich den Tag über getroffen habe, war ein Brainstorm. Der Baleful Strix ist in dem Deck absolut großartig. Unglaublich, wieviel Angst ein gegnerischer Phyrexian Dreadnought oder Nimble Mongoose auf einmal hatten. Man mag auf den ersten Blick denken, aha alles ganz schön random. Mag sein, passt aber trotzdem. Ein Deck, dass sehr gut in einem Control-Meta funktioniert. Bei Aggro würde ich RUG Cascade empfehlen und das Schwarz entfernen. MVP ist übrigens das Creeping Tar Pit. Es handelt Planeswalker und ist dabei sogar noch sicher vor einem Abrupt Decay. Deathrite Shaman hab ich ausprobiert, der Tempovorteil war gut, jedoch ist ein Cascade darein einfach nicht überzeugend. Die Ghastly Demise spielte ich, um den First-Turn- Goblin Lackey Test wenigstens ansatzweise zu bestehen. Die Idee den Casting-Cost allgemein zu erhöhen, um die Chance in die Visions hinein zu cascadieren zu erhöhen, hab ich verworfen. Im frühen Spiel war das Deck dann zu passiv.

MainDeck (60)
Sideboard
Creatures
4 Shardless Agent
4 Tarmogoyf
3 Baleful Strix
1 Scavenging Ooze

Spells
3 Pernicious Deed
4 Ancestral Vision
4 Brainstorm
4 Force of Will
2 Sensei’s Divining Top
2 Abrupt Decay
4 Hymn to Tourach
2 Thoughtseize
2 Ghastly Demise

Lands
3 Underground Sea
1 Swamp
1 Tropical Island
4 Misty Rainforest
1 Verdant Catacombs
4 Polluted Delta
2 Bayou
1 Forest
1 Island
1 Creeping Tar Pit
2 Mishra’s Factory

Sideboard
2 Extirpate
1 Virtue’s Ruin
1 Krosan Grip
1 Grafdigger’s Cage
1 Gilded Drake
3 Flusterstorm
2 Diabolic Edict
1 Go for the Throat
1 Maelstrom Pulse
1 Darkblast
1 Dread of Night

Hier jetzt noch ein kurzer Bericht.

Runde eins gegen Jaschar mit UWR Miracle Control

Ich hatte keine Ahnung, wie das Deck sich schlägt. Ich gewinne Spiel eins über den Kartenvorteil, den zwei Baleful Strix und eine supendete Visions erreichen. Seinen Snapcaster Mage sowie seine Vendilion Clique stalle ich erst mit einem Strix und rüste nachher alles mit einer Deed ab. Spiel zwei bin ich Screw (siehe Fazit) und gehe schnell in Spiel drei. In diesem Spiel geht es erst hin und her. Er spielt einen Jace, als wir beide schon sehr weit unten sind mit der Zahl unserer Handkarten. Ich denke über Force of Will nach. Ich entscheide mich dagegen, da auf meiner Hand noch ein Maelstrom Pulse ist. Er resolvet Jace, bouncet meinen Tarmogoyf und gibt den Zug ab. Ich spiele in der nächsten Runde den Pulse gewinne den Counterwar gegen seine Force und lege die nächsten beiden Züge den Tarmogoyf und zwei Ancestrals Visions auf ein leeres Board und leere Hände. Mein Gegner zieht nur Länder nach und gibt auf.
2:1

Runde zwei gegen Nico mit Stiflenought

Mein Gegner fängt an und spielt erst einen Underground Sea und einen Delver of Secrets. Zusätzlich sehe mich ab Runde zwei mit einem Phyrexian Dreadnought konfrontiert. Als Meister des Topdeckings schaffe ich es, eine Pernicios Deed von oben zu ziehen und den Dreadnought sowie den Delver bzw. nicht mehr Delver sondern Aberration abzurüsten. Danach gewinnt mein Tarmogoyf (glaub ich zumindest) das Spiel. Spiel zwei verliere ich ohne Länder gegen seinen Dreadnought. Spiel drei kommt auf seiner Seite ein Dreadnought und auf meiner Seite ein Strix, der ziemlich lange stallt. Sein Plan war es ein schwarzes Mana zu finden und damit sein Diabolic Edict zu spielen. Das Mana findet er nicht, ich finde aber einen Shardless Agent und der bringt einen Tarmogoyf mit. Sein Plan mit dem Edict geht den Bach runter. Wir belauern uns noch ein wenig, als auf meiner Seite endlich ein Diabolic Edict kommt greifen Goyf, Agent und eine dazugekommene Mishra´s Factory ihn an und beenden die Kreuzfahrt.
2:1

Runde drei gegen Johannes mit Team America

In der dritten Runde treffe ich auf Johannes, der Temporal Mastery Team America spielt. Ich hatte gegen ihn getestet und nach dem desolaten Testergebnis zwei Diabolic Edicts und einen Go for the Throat in das Sideboard aufgenommen. Spiel eins entscheiden zwei Shardless Agent in eine Visions und eine Mishras´s Factory für mich. Das zweite Spiel gewinne ich zur Abwechslung mal. Er ist aber eine große Hilfe und geht nach Thoughtseize, einigen Fetchländern und zwei Extra-Karten von seiner Sylvan Library auf acht Lebenspunkte. Ein leichtes Opfer für die Teergrube. Zwei Angriffe nimmt er und trotz diverser Versuche mit Temporal Mastery, Ponder und Fetchländern findet er nicht die richtige Solution. Seinen Versuch mit einem Snapcaster Mage ein Abrupt Decay auf die Creeping Tar Pit zu spielen, gibt er nach Lesen seiner Karte auf und concedet.
2:0

Runde vier gegen Carsten mit Caw-Something.

The Squadron Hawk is back. Und diesmal springen sie aus der Aethervial. Er spielt Hawk Nummer eins, ich eine Deed, er einen Jace TMS, ich einen Force of Will. So far so good. Seine Hawks greifen erst munter an, aber ehrlich, die machen nur einen Schadenspunkt. Seine Umezawa´s Jitte kann ich mit einem unstoppbaren Abrupt Decay aus dem Spiel nehmen. Mittlerweile ist eine vor vier Runden zuvor ausgesetzte Ancestral´s Vision reif zur Ernte. Ich finde noch mehr Länder und einen Shardless Agent. Der Shardless Agent cascaded in eine weitere Visions, die findet noch mehr Länder. Länder sind im Control-Mirror aber gar nicht so schlecht. Einige der Länder tausche ich mit einem nachgezogenen Brainstorm gegen echte Karten und gewinne mit Strix und Goyf. Spiel zwei gewinne ich ebenfalls. Mein Gegner muss Mulligan auf fünf nehmen. Ich spiele ein Thoughtseize sehe noch Land, Squadron Hawk und einen Baleful Strix. Ich nehme ihm den Strix und kann im nächsten Zug eine Dread of Night resolven. Daher können seine Hawks keinen meiner Tarmogoyf Angriffe mehr verhindern. So Ende im Gelände.
2:0

Runde fünf gegen Max mit Canadian.

Max spielt Canadian. UghhhCanadian! Meine Wacky Manabase mag das nicht. Wir drawen und spielen es trotzdem zum Spaß. Ich konnte zwei der drei Spiele für mich entscheiden. Die Lösung: Strix und Pernicious Deed. Mehr schreibt er bestimmt selber dazu.
2:1 aka 0-0-1

Fazit: Das Deck kann gewinnen, muss es aber nicht. Der Flaschenhals war oft das Mana und damit auch die Mulligans. Strix ist absolut awesome und der Agent, naja wenn das Schicksal dich mag und man genug weiße Kanninchen geopfert hat, dann läuft das auch.

Hier noch etwas Musik.


Rudimental – "Not Giving In" ft… von jimihubabua