Stay Legacy – Kai Thiele

Ich dachte mir, ich stell mal ein paar Leute vor, die sich für Legacy als Format einsetzen und sich mit Freude und Enthusiasmus einbringen. Zu Gast ist heute Kai.

Kai Thiele

Kai, stell Dich doch mal kurz selber vor, dann muss ich das nicht machen.
Kai: Hallo, ich heiße Kai Thiele, bin 21 Jahre und wurde in Tokyo geboren. Derzeit wohne ich in Berlin und mache im Regent eine Ausbildung zum Hotelfachmann.

21? Das ist jung. Wie lange spielst du eigentlich schon Magic?
Kai: Ich spiele seit nun zehn Jahren Magic seitdem ich in der 5. Klasse bin.
Da wurden mir von ein paar Sechstklässlern die ersten
Karten in die Hand gedrückt. Es waren Zombiekarten und ich fand das Artwork perfekt, viel ansprechender als Yu-Gi-Oh.

Schön zu hören, dass du wegen des Artworks angefangen hast, bei mir war es damals das Gefühl in eine Fantasywelt eintauchen zu können. Hast Du ein Lieblingsartwork?
Kai: Ich steh auf Foilkarten,besonders DCI-Promos.

Ich erinner mich. Du spielst ja die FNM Brainstorms, die mal mir gehörten. Abgesehen vom Artwork, jeder hat ja eine Lieblingskarte, welche ist Deine?
Kai:Vengevine, sie war der wichtigste Bestandteil meines ersten Legacydecks, UG Madness. Ich liebe das Deck immer noch, trotz des Survival-Bans

Kai, was fasziniert Dich so an Legacy?
Kai:Legacy, weil kein anderes Format so viele verschiedene Archetypes hat und sich Tempo, Control und Combo gegenseitig im Gleichgewicht halten.

Ich hab gehört, Du warst schonmal in Japan, gibt es Besonderheiten bei der Magicszene da?
Kai: Die Magicturniere in Japan werden unter Berücksichtigung der japanischen Traditionen durchgeführt: Höflichkeit wird großgeschrieben. Man verbeugt sich zum Beispiel vor Beginn des Spiels vor dem Gegner. Karten des Gegners werden auch nur mit äußerster Vorsicht angefasst, wenn überhaupt.

Da kann sich mancher in Europa noch eine Scheibe von abschneiden. Kai, Du versuchst gerade in Berlin die Legacy Szene zu verbessern, erzähl mal was du machst.
Kai: Nachdem ich vor einem Jahr aus Japan wieder nach Berlin zurückkam, fiel mir auf, dass die Magicszene insbesondere Legacy viel zu klein ist. Im Monat nur zwei Turniere? Da hab ich die Initiative ergriffen und mich mit Kai aus der Hotbox Berlin zusammengeschlossen, um weitere Turniere zu organisieren. Nun findet regelmäßig wöchentlich jeden Mittwoch Nachmittag ein Legacyturnier dort statt. In der Zukunft will ich auch jeden Donnerstag abend ein ähnliches Turnier ansetzen. Diese Idee ist entstanden, weil viele Spieler berufstätig sind und Nachmittags nicht können. Durch eine große Rundmail und über das Internet gebe ich allen Interessierten gerne die Daten zu den Turniere durch, was Zeit, Eintritt, Preise und Rundenanzahl etc. angeht oder kommt einfach vorbei. Im Internet stehen die Termine auch ab sofort hier, bei dem Berliner Legacy-Forum eternal-fever.de oder ihr schreibt mich an unter sawatarix[at]hotmail.de.
Bisher bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, aber ich plane noch mehr Werbung in anderen Internetforen machen, um auch Spieler von Ausserhalb zu animieren. Es ist alles noch ein bisschen im Aufbau und viele Fragen werden innerhalb der Spielerschaft noch diskutiert. So zum Beispiel die Preissausschüttung, Startgeld oder Uhrzeiten. Das ist erstmal ein Experiment. Ich bin gepannt, was rauskommt.

Das bin ich auch und vielen Dank für Deine Arbeit. An den Tagen, an denen ich da war, hat es immer viel Spaß auf hohem Niveau gemacht. Toll finde ich, dass neue Spieler immer herzlich aufgenommen werden und alle mit Rat und Tat zur Seite stehen. Themawechsel. Seit den fünf Jahren, die ich mich jetzt mit Legacy beschäftige, höre ich immer wieder Legacy ist tot. Was meinst Du dazu?
Kai: Nein, das ich denke nicht. Bei dem besten Format des MTG mache ich mir keine Sorgen.

Das beste Format, hängt ja auch immer mit der Auswahl der spielbaren Karten zusammen. Siehst du irgendwelche Kandidaten, die gebanned oder unbanned werden müssten?
Kai (lacht kurz): Ich will Survival of the Fittest zurück,sonst nichts 😀

 

imageKai, nachdem ich mich endlich entschieden habe nach Paris, zum Bazaar of Moxen zu fliegen, sehen wir uns eigentlich vor Ort?
Kai: Klar, das lassen wir uns nicht entgehen. Ich fliege mit fünf Freunden aus Berlin zum Bazaar und wir mieten uns eine Ferienwohnung dort. Vielleicht haben wir ja soar noch eine oder zwei Stunden über, um Paris unsicher zu machen.

Ich bin bei der Wahl des Decks immer noch unsicher. Weisst Du schon, was Du spielen wirst?
Kai: German Treshold ist ein heißer Kandidat. Also RUG plus schwarz, BURG. Drei Deathrite Shaman ersetzen weitgehend die Tarmogoyfs und zwei Abrupt Decay verstärken die Möglichkeit zur Disruption. Ich würde es spielen, weil ich es am besten pilotieren kann unter all meinen Decks und es jedes Deck im Format zu 51% besiegen kann. Als Zweites liegt The Epic Storm bereit, ein Combodeck welches ich seit zwei Monaten besitze und mich meines Schlafes beraubt. Es ist sehr kompliziert zu meistern, jedoch hat man gegen ein gutes Drittel des Feldes, bestehend aus fairen Decks ala Goblins, Jund, Dredge einen Freipass ins Himmelreich.

Interessante Wahl. Welche Karte sollte ich denn noch in mein Sideboard quetschen?
Kai: Eine Karte, die Leute für ihre gierige vierfarbige Manabase bestraft.
Dazu fallen mir folgende Karten ein: Blood Moon, Back to Basics,Price of Progress.
Letztere werde ich vorraussichtlich im Treshdeck auch in das Sideboard reinnehmen

Danke für die Tipps und das Interview. Es ist so ein bisschen Tradition mit einem Musikvideo abzuschließen. Was läuft derzeit bei Dir?
Kai: Danke auch an Dich. Bei mir läuft heute Hurts mit Miracle.

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